In der heutigen Integrationspraxis wird der Fokus zu sehr auf die Störung gerichtet und versucht diese durch Früherken-
nung und geeignete Massnahmen zu therapieren. Durch stufenweise Steigerung der Leistungfähigkeit will man er-
reichen, dass der psychisch erkrankte Mensch wieder in den bestehenden Arbeitsmarkt integriert werden kann.
Das Konzept von SOLAS sieht eine anderer Form der be-
ruflichen Integration vor. Dabei werden die gesunden As-pekte gefördert, anstatt die kranken zu therapieren.
Wir gehen davon aus, dass Menschen mit psychischen Störungen gerade durch ihr „Sosein“ Fähigkeiten haben, die im bestehenden Arbeitsmarkt nicht verlangt werden.
Wir versuchen deshalb die Arbeitsanforderungen so zu ge-
stalten, dass die Behinderung in gewissem Sinne zur „Begabung“ gemacht wird.
In unserer langjährigen Zusammenarbeit mit psychisch in-stabilen Menschen konnten wir feststellen, dass z.B. Schizo-phrenie-Erkrankte ein hohes Mass an Kreativität und eine besondere Liebe zum Detail haben. Sie haben eine gesunde Arbeitsmoral, sind jedoch wenig risikobereit. Ihre Leistungs-fähigkeit und ihre Präsenz ist schwankend.
Die logische Folgerung daraus ist für eine Firma wie SOLAS:
· Sie stellt v.a hochwertige Produkte her, wo Kreativität
und Sorgfalt verlangt werden.
· Die MitarbeiterInnen werden durch gezieltes Coaching
vor Ort betreut und in ihren Fähigkeiten weiter gefördert.
· Der schwankenden Leistungsfähigkeit wird insofern ent-
sprochen, dass Sozialversicherungsleistungen nur subsidiär
zum Einkommen ausbezahlt werden.