solas, utzensdorf  
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Das Konzept SOLAS bietet in seiner Komplexizität Lösungsan-
sätze zu fol­genden Problemsituationen:
  • Lange Abklärungen und Wartezeiten für betroffene Personen:
    SOLAS kennt keine Wartezeiten. Der Eintritt kann un-
    mittelbar und unbürokratisch erfolgen, sobald sich eine Person bei einem der Sozi­alwerke angemeldet hat.
  • Entstigmatisierung:
    MitarbeiterInnen arbeiten in einer Firma und nicht in einer Institution. In ihrem privaten Umfeld wird ein Eintritt als Stel­lenwechsel wahrge­nommen, was erheblich zur Entstigmatisierung beiträgt.
  • Förderung am Arbeitsplatz:
    Der Hauptgrund, dass eine nachhal­tige Integration von Menschen mit psychischen Störungen in den freien Ar­beitsmarkt kaum mehr zustande kommt liegt aus unserer Erfahrung daran, dass keine adäquate Begleitung angeboten werden kann. SOLAS sieht eine fachliche und persönliche Betreuug vor Ort vor. Diese ist eine Dienstleistung, die von den Sozialwerken gemeinsam getragen werden sollte. Der Förderverein übernimmt dabei eine Vermittlungs- und Aufsichtsfunktion. 
  • Interinstitutionale Zusammenarbeit (IIZ):
    SOLAS bietet eine neue Form der IIZ. Als effizientes In­strument zur Ar­beitsintegration ist SOLAS kassenneutral; also ein gemeinsames In­strument aller Kassen, inkl. der Sozialhilfe.
  • Leistungsfähigkeit:
    Menschen mit psy­chischen Störungen haben eine schwankende Leistungsfähigkeit. SOLAS geht auf diesen Umstand ein. Um für Versicherte einen Anreiz zur Leistungssteigerung zu schaffen und gleichzeitig die Sozialkassen zu entlasten, schlagen wir ein neues Lohnmodell vor:
    Der Nettoerlös der Firma, abzüglich Rückstellungen für Investitionen, wird als Lohnsumme an die MitarbeiterInnen ausbezahlt. Dabei werden unter-schiedliche Leistungsfähigkeiten durch einen Qualifikationsfaktor ausgeglichen. Der Anteil pro MitarbeiterIn richtet sich nach den geleisteten Stunden.
    Beiträge aus den Sozialkassen werden dem entsprechend nur als Ergänzung und stufenlos zum selbst erwirtschafteten Lohn entrichtet. 
    Durch dieses Lohnsystem ist die Leistungsfähigkeit der Versicherten realistisch, unverfälscht und direkt messbar.
    Realistisch ist ebenfalls, dass es konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt ist.
  • Rückführung aus der Rente:
    SOLAS geht mit îhrem Angebot auf diesen Denk-ansatz der IV ein. Dadurch, dass nur soviel Rente bezahlt werden muss, wie die MitarbeiterInnen nicht aus der Firma er­halten, ist ein erster Schritt in diese Richtung getan. Ein weiterer Schritt, nämlich die Platz
    ierung im freien Markt, kann sich daraus ergeben. Insbesondere deshalb weil, bei Nichtbewährung die Rückführung in die Sozialfirma möglich ist.
  • Sparmöglichkeiten für die Sozialwerke 
    Falls SOLAS als Pilotprojekt erfolgreich ist, können weitere Firmen in anderen Branchen nach diesem Konzept ent­stehen. Darin liegt ein riesiges Sparpotential für die Zukunft parat.
  • Therapeutische Erfolge:
    Nachdem durch kosteninten­sive therapeutische Massnahmen persönli­che Fortschritte sichtbar werden, können diese durch allzu ra­sche Fehlplatzierungen in Kürze wieder verloren gehen. Eine psychische Krankheit verläuft anders als ein Kno­chenbruch. Es muss davon ausgegangen werden, dass eine voll­ständige Rehabili­tierung und damit eine 100% -ige Belastbarkeit nur in Ausnahmefäl­len möglich ist. Sind keine angepassten Arbeitsplätze vorhanden, werden auch die therapeutischen Massnahmen in Frage gestellt. SOLAS ist als adäquater Arbeitgeber in gewissem Sinne auch ein Therapieplatz.